Biographie
Viktor Timoschtschenko, ein Rentner aus Mayna, erlitt eine Durchsuchung, Druck von Sicherheitskräften, einen Nervenzusammenbruch und wurde im Herbst 2025 wegen seines Glaubens für drei Monate in eine Untersuchungshaft gebracht. Während er hinter Gittern saß, verstarb seine Mutter.
Viktor wurde in Krasnojarsk in eine Arbeiterfamilie geboren. Er hat eine jüngere Schwester. Sein Vater war Werkzeug- und Werkzeugmacher, seine Mutter Näherin.
Seit seiner Schulzeit widmete er sich dem Wandern und Klettern: Gemeinsam mit Freunden unternahm er Ausflüge durch die Schutzgebiete des Krasnojarsk-Gebiets. In dieser Zeit entwickelte er auch eine Leidenschaft für die Fotografie – dieses Hobby lehrte ihn, die Schönheit der Natur wahrzunehmen und zu schätzen.
Nach seinem Militärdienst zog Viktor in das Haus seiner Großmutter in der Siedlung Mayna, wo er als Zimmermann und Betonarbeiter am Bau des Wasserkraftwerks Sayano-Schuschenskaja arbeitete. Anschließend arbeitete er 18 Jahre als Fahrer, davon die Hälfte bei einem Rettungsdienst. Später musste er aus gesundheitlichen Gründen den Beruf wechseln. Er hat eine Ausbildung zum Massagetherapeuten gemacht und mehr als 20 Jahre in diesem Bereich gearbeitet.
Schon in jungen Jahren dachte Viktor über den Ursprung des Lebens nach. Mit der Zeit begannen ihn Fragen zu beschäftigen: Warum lebe ich? Wie kann ich verstehen, was böse und was gut ist? Zeugen Jehovas halfen ihm, Antworten auf diese Fragen in der Bibel zu finden. Er wurde 1993 getauft.
Zehn Jahre später heiratete Viktor Marina, die seine Werte teilt. Das Paar hat viele gemeinsame Interessen: Sie lieben es zu reisen, mit Freunden oder fast jedes Jahr nur zu zweit Flussrafting zu fahren, genießen die Gelegenheit, am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel zu sitzen, in den Bergen zu wandern und gemeinsam zu kochen. Sie haben vier Kinder und sechs Enkelkinder. Viktor liebt es, Familienausflüge zu organisieren, um die warmen Bindungen unter seinen Liebsten zu stärken.
Der Gläubige wurde im Haus seiner Mutter verhaftet; sie benötigte ständige Betreuung wegen eines Hüftbruchs und Alzheimers. Sie starb anderthalb Monate später, während Viktor im Untersuchungshaft war.
Unter Stress entwickelte er Bluthochdruck. "Um mich zu unterstützen", erinnert sich Viktor, "schrieben meine Söhne diese Worte: 'Papa, du bist kein Verbrecher. Wir sind mit deinem Beispiel von Freundlichkeit und Ruhe aufgewachsen und erziehen unsere Kinder nach deinen Prinzipien.'"
